Biologisch-dynamische Methode

Ursprung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft

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Vater der Biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist der Freiheitsphilosoph, Naturwissenschaftler und Anthroposoph Rudolf Steiner, dessen Weltanschauung in der Theorie der Anthroposophie wurzelte, dass der Mensch sein Leben in der Beziehung mit dem Übersinnlichen gestaltet. Mit seinen „Landwirschaftlichen Kursen“ (1924-1925) begründete er die heutige biologisch-dynamische Landwirtschaft, die uns heute auch unter dem Label „Demeter“ geläufig ist.

Beim biologisch-dynamischen Anbau  spielen zum Beispiel, neben den normalen Pflanz-und Saatzeiten auch kosmische Kräfte eine zentrale Rolle. Ein gesundes Zusammenspiel von Mensch, Tier, Pflanzen, Erde und Kosmos ist ebenfalls wichtig.

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Auf der Suche nach Alternativen

So suchten Landwirte gegen Ende des 19. Jahrhunderts Alternativen zur allgemein verwendeten Stickstoffdüngung, nachdem sie beobachtet hatten, dass die Erträge laufend abnahmen. Einige, der Anthroposophischen Theorie anhängenden, Landwirte suchten bei Rudolf Steiner um Rat. Sie erhofften sich durch ihn alternative Wege der Landwirtschaft entwickeln zu können. Nach Bitten der Landwirte hielt Rudolf Steiner acht Vorträge über die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Zu den Themen zählten praktische Konzepte über den Landbau, die Viehzucht und die Saatproduktion. Zudem verfolgte Steiner das Ziel, eine geisteswissenschaftliche Grundlage zum Gedeihen der Landwirtschaft zu liefern,  die das Zusammenlebens von Erde und Kosmos berücksichtigt.

Das Zusammenspiel nach kosmischen Regeln

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft sieht den Betrieb als gesamten Organismus. Das Ziel ist eine Harmonisierung des “Erdreichs” durch Humusbildung, Bodenpflege und Stabilisierung der Krümelstruktur. Dies wird erreicht durch das Ausbringen verschiedener Präparate und reifen Kompost, welche das Bodenleben, in Form von Microorganismen, Pilzen, Kleinstlebewesen und Regenwürmern, fördern, fruchtbar machen und im Gleichgewicht halten.

Die Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft folgen ausserdem spirituellen und homöopathieähnlichen Produktionsmethoden. Beim biologisch-dynamischen Anbau spielen zum Beispiel, neben den normalen Pflanz-und Saatzeiten auch kosmische Kräfte eine zentrale Rolle. Ein gesundes Zusammenspiel von Mensch, Tier, Pflanzen, Erde und Kosmos ist ebenfalls wichtig.

(Quelle: www.füreinebesserewelt.info)

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Was heisst das für uns?

Selbstverständlich kann diese Methode auch für den privaten Garten, Baumschulen, Gärtnereien, die ganzheitliche Haltung von Nutzvieh und im Naturschutz allgemein angewandt werden.

So können wir, durch das Verbinden des spirituellen Gärtnerns und der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, eine für die Neuzeit ganzheitliche Form der Nutzung von Resourcen und des Miteinanderseins aller auf der Erde existierenden Lebensformen schaffen, im Einklang mit den kosmischen Gesetzen. Viele Landwirte und Verantwortliche der Agrarwirtschaft glauben immer noch nicht, dass diese Methode alle Menschen und Lebensformen dieser Erde ernähren kann und tun sich schwer mit der längstens notwendigen Umstellung. Leider immer noch hält die Mehrheit der Landwirte, damals wie heute, die Ideen von Rudolf Steiner als nicht umsetzbar und geeignet und benutzt weiterhin  Stickstoff-, Kunst und Mineraldünger.

Aber es kam noch schlimmer, denn mit den gentechnisch veränderten Pflanzen und dem Saatgut, denen meistens ein oder mehrere Pestizid-Gene einpepflanzt werden, damit sie resistent sind gegen Pestizide, die gegen die Unkräuter gespritzt werden, wurde eine Ära eingeläutet, die alle Lebewesen an den Rand der Vernichtung gebracht hat.

Wir haben den Respekt für DAS LEBEN völlig verloren. Es wird mehr von der Erde genommen , als sie uns natürlicherweise zu geben im Stande ist und wir vergiften jegliches Leben auf unserem Planeten, weil immer mehr produziert werden muss.  Würden wir auf diesen Massenkonsum verzichten, der heute grassiert, wäre das für mich schon ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Würden wir von unserer chemischen, gross-angelegten, industriellen Landwirtschaft zu einer biologischen, gemeinschaftsorientierten, nachhaltigen Landwirtschaft wechseln, würde dies erheblich dazu beitragen, unsere drei grössten Probleme zu lösen:

• Es würde in hohem Masse unsere Energieabhängigkeit reduzieren, weil wir nun ein Fünftel unserer fossilen Brennstoffe nutzen, um Nahrung anzubauen und zu verarbeiten.
• Die gesunde, biologisch angebaute Nahrung würde die Volksgesundheit gewaltig verbessern, weil viele chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Diabetes, Alzheimer, Demenz usw. in direktem Zusammenhang mit unserer Ernährung stehen.
• Biologische Landwirtschaft würde gravierend dazu beitragen, den Klimawandel abzuschwächen, weil die biologische Erde eine kohlenstoffreiche Erde ist, was bedeutet, dass sie CO² aus der Atmosphäre abzieht und in organische Substanzen bindet.

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Soll es wirklich so weitergehen? Oder wird uns endlich bewusst, was wir unserem Heimatplaneten und somit uns damit antun?

Hoffnung

Dennoch wächst die Zahl der Menschen, die erkannt haben, dass eine intakte Umwelt nur erreicht werden kann, wenn wir uns wieder zu Herzen nehmen, was alle Kulturen vor unserer heutigen Zivilsation schon wussten: Nur soviel von Mutter Erde zu nehmen, wie wir brauchen und verantwortungsbewusst und schonend mit ihren Ressourcen umgehen.

Es gibt einen sehr wirksamen Weg, wie wir uns wieder zum Besseren geleiten können, indem wir:

  1. uns informieren und uns bewusst werden, was da draussen auf unseren Feldern geschieht. Wegschauen bedeutet, keine Verantwortung zu übernehmen! Nur so werden wir uns der Missstände bewusst, durch gezieltes Hinschauen.
  2. eine Entscheidung treffen. Nur noch Lebensmittel und Produkte kaufen, die nachhaltig produziert werden. Bereit sein, etwas mehr auszugeben für die Ernährung, damit unsere Erde gesund bleibt und wir unseren Nachkommen eine intakte Welt übergeben können.

Wollen wir uns jetzt gemeinsam fragen, ob es uns wert ist, dieses Ziel mit aller Konsequenz anzustreben? Wer seine Heimat und Mutter Erde liebt und dabei auch an sein körperliches Gefährt denkt, das Heim unserer Seele, kann nur eine Antwort erhalten. Ja, ich will!

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Für die Zukunft

Auch wenn viele Menschen mit ihrem heutigen Bewustseinsstand sich noch nicht vorstellen können, dass wir auf dem Weg sind in eine Welt ohne eine Tierhaltung für den täglichen Fleischkonsum, wird genau dies geschehen. Es ist dies ein weiterer Schritt für die Menschheit, sich in eine für sie neue Ebene empor zu heben auf ihrem Weg der Vervollkommnung. Nur dann werden wir wieder genügend freie Agrarflächen für die Ernährung der gesamten Menschheit zur Verfügung haben. Fleisch fressende Tiere werden sich umstellen (wie aktuell der Bär) oder ganz verschwinden. Die Nahrungskette, wie wir sie kennen, wird dann inexistent sein.

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Gelebte Erkenntnis befreit meine Seele aus der Bindung der magnetischen und verdichteten Materie
(Thoth)

 

Produkte für die biologisch-dynamische Landwirtschaft

      •  Bergkristall-Linsen

Bergkristall-Linsen werden mit geistiger Gedankenkraft programmiert und dann im Garten ausgestreut. Die in den Linsen enthaltenen Informationen werden in regelmässigen Impulsen an den Boden abgegeben und beleben so den Boden.

      •   Hornkiesel-Präparat

Gemahlenes Bergkristallpulver, welches im gleichen Prinzip wie beim Hornmist in der Erde vergraben wird, um kosmische Energien aufzunehmen. Wirkt als Lichtverstärker für die Pflanzen und erhöht deren Vitalität und Qualität und damit die allgemeine Reife (wichtig für die Lagerung), den Geschmack und das Aroma. Wirksam gegen massenhaftes Auftreten von Schnecken.

      •    Fladenpräparat

Das Fladenpräparat nach Maria Thun, bestehend aus Kuhmist, aktiviert die Umwandlung von organischen Stoffen im Boden, es regt die Bodenorganismen an, die dann für eine lockere Bodenstruktur und schnellere Verbauung von anorganischen und organischen Substanzen sorgen. In der Landwirtschaft wird es nach dem Ausbringen von Gülle, Mist, Kompost und dem Umpflügen von Gründüngung ausgespritzt und man kann sagen, dass es homöopathisch wirkt, wie alle nachfolgend aufgeführten Präparate.

      • Hornmist-Präparat

Kuhmist, welcher in Kuhhörner abgefüllt über den Winter im Boden eingegraben wird, um die in dieser Jahreszeit stark auf die Erde wirkenden kosmischen Kräfte aufzunehmen und zu speichern.
Er unterstützt die naturgegebene Fähigkeit der Pflanze, sich mir Hilfe der Bodenlebewesen mit dem Mineral zu verbinden.

 

      •   Kompost-Präparate 

Schafgarbe (502) / Kamille (503) / Brennnessel (504) / Eichenrinde (505) / Löwenzahn (506) / Baldrian-Essenz

Sie harmonisieren im Kompost und im Fladenpräparat einerseits die Nährstoffe, den Mineralgehalt und die sich bildenden feinstofflichen Energien und andererseits neutralisieren sie die Geruchsbildung.

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Kompostieren-Düngen

Kompost bewirkt Wundersames im Erdreich

Gereifte Komposterde enthält Abermillionen von Kleinstlebewesen. Mit der Beimischung von Kompost auf den Gartenbeeten wird der Boden geimpft mit Mikroorganismen, die das Leben im Boden anregen. Die Erde wird dabei in ihrer Struktur verbessert, so dass die Nährstoffe besser gespeichert werden können.
Der Kompost wirkt dabei auf sandigen Böden, die Wasser und Nährstoffe effizienter aufnehmen können ebenso positiv wie auf lehmigen, schweren Böden, die durch die Humusbeigabe lockerer und luftdurchlässiger werden.

 

In der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung wird im Herbst gedüngt. Wir “füttern” sozusagen die Bodenlebewesen. Die Bodenorganismen bauen während der kalten Jahreszeit den Kompost um und wir bekommen gesunde Pflanzen im nächsten Jahr. Viele Gärtner, die biologisch-dynamisch gärtnern, wissen, dass die kosmischen Kräfte in den kalten Wintermonaten gebündelt auf den Boden einwirken und die Bodenorganismen dadurch Unterstützung erhalten beim Verstoffwechseln des Komposts. In den Wintermonaten werden sozusagen die Batterien von Mutter Erde wieder aufgeladen, so, wie das selber auch bei uns der Fall ist und jeder von uns am eigenen Leib erfahren kann.

Düngungsversuche und -vergleiche haben gezeigt, dass Dünger den Pflanzen nicht direkt gegeben werden darf. Die Pflanzen werden dann oft von Pilzen und Schädlingen befallen wie: Mehltau, Kraut- und Braunfäule (Kartoffeln), Kohlhernie, Mutterkorn (Weizen), Monilia und Rost (Obst), Bohnenrost, Feuerbrand u.v.m.

Frühjahrsdüngung verschlechtert also die Qualität, Herbstdüngung sorgt für gute Bodenstrukturen und vermehrte Humusanteile.

(Quelle: „Erfahrungen für den Garten“, Maria Thun)

Rotkelchen-Futtersuche

 

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Kompoststarter „Mäusdorfer Rottelenker“

Was ist Rottelenker?

Der Rottelenker ist ein Produkt aus der biologisch-dynamischen Methode. Er besteht im Wesentlichen aus Kuhmist, der in der “Birkengrube” periodisch bearbeitet wurde. Die dabei mehrfach eingebrachten biologisch-dynamischen Kompost-Präparate führen eine gelenkte, zügige Rotte. Zu Beginn der Rottezeit zusätzlich mit geringen Mengen organischem Kalkmehl und natürlichen Urgesteinsmehlen vermischt, wird er in verschiedenen Rottephasen zur Konservierung getrocknet.

Der Rottelenker vermittelt die Kräfte zur harmonisierenden Steuerung der Umsetzungsprozesse in jeglicher, abgestorbener, organischer Substanz.

Der Rottelenker enthält auch Bakterien- und Pilzkulturen, die zu einer vernünftigen Humusbildung nötig sind. Er regt das Boden leben an!

Einsatzbereich

Nach der Befeuchtung gewinnt er seine Wirksamkeit.

Zur Anregung und sofortigen Regulierung von Umsetzungsprozessen in allen festen und flüssigen organischen Substanzen und Düngern.

Zur Geruchsbindung bei Anhäufung jeglicher organischer Substanz: Kompost, Gülle, Mist, Laub. Die Gülle stinkt nicht mehr und wird pflanzen- und bodentierverträglich.

Aktivierung des Bodenlebens in Verbindung mit Ernterückständen, Gründüngung und organischen Düngern.

Beim Ausbringen auf den zu bearbeitenden Boden bewirkt der Rottelenker eine optimale Entwicklung des Bodenlebens, dadurch der Pflanzenwurzeln und somit eine bleibende Bodenlockerung.

Das Ziel ist eine  Harmonisierung des „Erdreichs“ durch Humusbildung, Bodenpflege und Stabilisierung der Krümelstruktur. Das wird mit Hilfe der Rottelenkung erreicht. Die Geruchsbindung wird zum deutlichen Erfolgserlebnis.

Anwendung zur Bodenbelebung

Der Rottelenker, eingebracht in den Boden, zusammen mit organischer Substanz wie Kompost, Laub, Stroh, Häcksel, Gründüngung bewirkt eine bessere Verrottung der Substanzen, eine stabilere Krümelstruktur und damit einen lockeren Boden durch die Förderung des Bodenlebens (vor allem des Regenwurms) für die Humusbildung. Hier die Anwendung:

Für 100 m2 Gartenfläche werden abends 2 gehäufte Esslöffel Rottelenker in etwa 7 Liter Wasser eingeweicht und am folgenden Tag  ein paar Tropfen Baldrianpräparat dazugegeben und auf die Fläche mit einem Zweig oder Handbesen, am besten gegen Abend, ausgespritzt. Die Bodentiere holen sich dieses Futter gerne herein und belüften durch ihre Aktivitäten den Boden.

Vor allem wird in Kompostsammelbehältern und Küchenkomposteimern der Rotteprozess sofort eingeleitet beim Einstreuen des Rottelenkers (ein Teelöffel) und beim Auf- und Umsetzen eines Komposthaufens lohnt es sich, den Rottelenker immer mal wieder wie Pfeffer darüber zu streuen.

  • Bezugsquelle

Internationale Biologisch-Dynamische Präperatezentrale, C. v. Wistinghausen, Brunnenhof Mäusdorf, 74653 Künzelsau / Tel. +49 7940 2230 / Fax: +49 7940 4911 / Mail: C.v.wistinghausen@t-online. de / —> siehe „Links“

 

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Baldrian-Essenz

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Echter Baldrian (Valeriana officinalis)

Dem Baldrian wird nachgesagt, er beruhige und schenke einen erholsamen Schlaf. Er hat aber noch andere exzellente Vorzüge, welche ich hier an dieser Stelle gerne weitergebe.

Wie wir oben schon gelesen haben, wird dem Kompost die Baldrian-Essenz als sechstes Element zugeführt, wo er die fünf Elemente Schafgarbe, Kamille, Brennnessel, Eichenrinde und Löwenzahn verbindet. Er harmonisiert den Kompost und verbindet ihn mit den Kräften des Kosmos. Er bringt noch ein weiteres Element, das ihm innewohnt, ins Spiel: die Wärme! Somit hält er die Wärme besser im Kompost und gleichzeitig verhindert er auch, dass der Kompost zu schnell austrocknet. Die Kleinstlebewesen brauchen stabile, feuchte Verhältnisse, damit sie voll aktiv sein können. Fehlt die Feuchte oder ist es zu nass im Komposthaufen, stellen sie ihre Tätigkeit kurzfristig ein und verharren an einem geschützten Ort, bis sich bessere Verhältnisse einstellen.

Der Baldrian ist also ein magischer Wärmespender, und diese Eigenschaft können wir für folgende Zwecke benutzen:

  • Baldrian enthält die Aminosäure Tryptophan, welche für die Beruhigung des Nervensystems und das „Herunterfahren“ unseres ganzen Körpersystems verantwortlich ist. Es kann vom Körper nicht selber produziert werden und muss somit zugeführt werden. So können wir vor dem Schlafengehen 1 -3 Tropfen Baldrian-Essenz in etwas Wasser geben und einnehmen.
  • Bei blühenden Zimmerpflanzen, besonders bei Orchideen, Kakteen und allen blühenden Pflanzen draussen in den Gefässen, geben wir pro 2 Liter Wasser jedes Mal ein halbes Pipettenröhrchen voll ins Giesswasser. Dies bewirkt, dass immer wieder viele Blüten erscheinen und die Ruhezeit bis zur nächsten Blüte verringert sich um bis zur Hälfte!  Baldrian-Essenz darf auch zwischen November und April dem Giesswasser zugefügt werden.
  • Baldrian-Essenz ist ein ausgezeichnetes Frostschutzmittel! In der biologisch-dynamischen Landwirtschaft wird es bei Frostgefahr angewandt im Reb- und Obstbau, aber auch in der Beerenkultur. Das heisst, bei früh blühenden Obstbäumen wie Aprikose, Pfirsich, Mirabelle, Nussbaum oder wenn Frostgefahr besteht, wenn Apfel, Birne und Co. schon blühen. Dabei wird 1% Baldrian-Essenz in Wasser gegeben und auf die Pflanzen gesprüht. Dabei erhöht sich die Temperatur um die Pflanzen herum um 5 Grad, sodass sie bis -4 Grad geschützt sind. Man kann die Essenz natürlich auch bei Spätfrösten für alle Pflanzen, auch im Garten, einsetzen.
  • Für eine reiche Tomaten- und Peperoni/Paprikaernte. Zwei ganze Pipettenröhrchen voll in 10 Liter Giesswasser.
  • Im Garten nach dem Pflanzen der Setzlinge. Zwei ganze Pipettenröhrchen voll in          10 Liter Giesswasser. Garantiert ein gutes Anwachsen.

 

Herstellung der Essenz (für etwa 0,5 Liter)

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Echter Baldrian

  • Wir sammeln vom Echten Baldrian (Valeriana officinalis), der über 2 Meter hoch werden kann, an einem sonnigen Tag ca. 300 g Blüten (in einer Papiertüte!), nicht an einer Strasse! Vorsicht beim Sammeln, die Bienen mögen ihn auch! Und gehen schnurstracks nach Hause, um ihn zu verwerten. Nur dann hat er noch viele Wirkstoffe, welche sich sonst verflüchtigen könnten, wenn wir rumtrödeln oder ihn im Auto zu lange liegen lassen.
  • Zu Hause brauchen wir einen Stuhl ohne Lehne (in der Schweiz heisst dieses Ding: Stabelle) und stellen sie/ihn auf dem Kopf auf den Boden, mit den Beinen nach oben. Da hinein legen wir ein Passiertuch, binden es gut an den vier Beinen fest, sodass es sich nicht mehr bewegen kann. Darunter stellen wir ein Gefäss, welches den Saft auffängt (nicht zu klein wählen!)
  • Wir füllen den Becher eines Mixers ¾ mit Blüten und geben so viel Wasser dazu, dass es sich gut mixen lässt. So ungefähr 2/10 Wasser, 8/10 Blüten. Gut Mixen, bis keine groben Teile mehr sichtbar sind. Dieses grobflüssige Gemenge leeren wir in das Passiertuch. Dies wiederholen wir, bis wir alles gemixt haben.
  • Dann heisst es auswringen. Solange bis nichts mehr raus kommt aus diesem Tuch! Am Schluss kommt das Wertvollste aus dem Passiertuch heraus, also Geduld und Ausdauer sind gefragt!
  • Diesen erhaltenen Saft, der in seiner Farbe zuerst grünlich ist und durch das Reifen braun wird, füllen wir in eine Flasche ab und stellen ihn an einen eher kühlen Ort.
  • Etwa alle 2-3 Tage öffnen wir die Flasche und lasse die entstandenen Gase ab. Dies tun wir etwa 4 Wochen lang, dann sollte die leichte Gärung abgeschlossen sein.
  • Diese Essenz ist nach Beendigung der Gärung bereit für den Gebrauch und kann an einem kühlen Ort im Keller mindestens 2-3 Jahre gelagert werden.

Weissbindiger Moorenfalter auf Baldrian

 

Viel Freude und Leichtigkeit… und glückliches Gedeihen!

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